Unser Wahlprogramm
Barrierefreiheit Jeder Mensch hat das Recht auf selbstbestimmtes Leben – im Beruf, Zuhause, in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens! Nach Angaben des statistischen Bundesamtes leben in Deutschland rund 7,5 Millionen Menschen mit einer Schwerbehinderung. Bezogen auf die gesamte Bevölkerung in Deutschland entspricht dies einem Anteil von etwa 9,3 %. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird in Zukunft mit einem kontinuierlichen Anstieg von Menschen mit den unterschiedlichsten Einschränkungen gerechnet. Deshalb muss schon heute an eine barrierefreie Umwelt gedacht werden, denn Barrierefreiheit nutzt allen: Menschen mit und ohne Behinderung, Senioren, Eltern mit Kinderwagen und Menschen, die nur vorübergehend in ihrer Mobilität eingeschränkt sind! Vor allem in einer immer älter werdenden Gesellschaft muss schon heute an Barrierefreiheit gedacht werden. Besonders im baulichen Bereich, ist das Thema Barrierefreiheit wichtig. Hier gibt es bereits viele Möglichkeiten, im privaten, beruflichen und öffentlichen Umfeld, Barrierefreiheit zu schaffen. Wir wollen nach wie vor eine öffentliche, behindertengerechte Toilette im Bereich des Parkplatzes „Im Schwanenhorst“. Leider konnten wir mit den anderen Fraktionen bisher keine Mehrheit dafür finden. Außerdem werden wir uns für mehr Behindertenfreundlichkeit im öffentlichen Raum einsetzen, die FBK fühlt sich verpflichtet, Menschen mit Behinderung in die Mitte der Gesellschaft zu holen. Mit einer stärkeren FBK-Fraktion und einem aufgeschlossenem Ratsteam 2020/2025 hoffen wir noch erfolgreicher zu sein.
Bezahlbarer Wohnraum Eine Wohnung, also ein Dach über dem Kopf zu haben ist ein existenzielles Bedürfnis. Gerade auch Personen mit bescheidenem Einkommen haben vermehrt Mühe eine bezahlbare Wohnung zu finden. Besonders in den Städten nimmt der günstige Wohnraum stetig ab. Wir sind für mehr günstigen Wohnraum. Steigende Mieten und Bodenpreise betreffen immer breitere Schichten der Bevölkerung, deshalb brauchen wir dringend Wohnraum der bezahlbar ist und es auch bleibt, um die Verdrängung von Menschen aus ihrem Zuhause zu verhindern und auf die Bedürfnisse aller zu achten. Viele Menschen, insbesondere Familien, haben große Mühe bezahlbare Wohnungen zu finden. Knapp 60% der Menschen in unserem Land leben in Mietverhältnissen und bezahlen systematisch zu viel. Günstiger Wohnraum kann verhindern, dass ältere Menschen durch steigende Mieten in Armut geraten und aus ihrer Umgebung gerissen werden. Die FBK macht sich stark für die Ausweisung von Baugebieten, speziell für den günstigen Wohnungsbau.
Brauchtum & Heimatpflege „Tagtäglich setzen sich in unserem Land ehrenamtliche Frauen und Männer für den Erhalt von Traditionen, für die Pflege des Brauchtums, für die Erhaltung und Stärkung des regionalen Erbes und der Vielfalt ein. Sie stärken mit ihrem Engagement unsere Gesellschaft und die Gemeinschaft in vielfältiger Art und Weise. Sie tragen dazu bei, dass unsere Traditionen und Werte bewahrt und nach vorne entwickelt werden und sie geben diese an die nächste Generation weiter.“ Ministerin Ina Scharrenbach zum Heimat-Förderprogramm Schützenwesen, Kirmesse, Karneval, Bruderschaften, Gilden und Hanse sind feste und wichtige Bestandteile für das soziale Miteinander in Kalkar. Diese Vielfalt gilt es zu erhalten und an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Die FBK wird alle, die sich für diese Traditions-, Heimat- und Brauchtumspflege einsetzen, so weit als möglich unterstützen. Ebenso sehen wir die Benennung einer Verwaltungskraft als Ansprechpartner und Berater*in für die Vereinsvorstände in Sachen Datenschutz, Veranstaltungsorganisation, Sicherheitsauflagen u.ä. als Erleichterung für die Vereine, aber auch für die Stadtverwaltung.
Den Weg bereitet Unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger im Alter 70+ haben einen großen Teil unseres Lebensbereiches vorbereitet. Sie haben viele harte und entbehrungsreiche Jahre gehabt, teilweise noch die letzten Kriegsjahre und den anschließenden Wiederaufbau erlebt und mitgestaltet, sie haben im Nachhinein quasi „die Knochen“ für uns hingehalten und den gesellschaftlichen Reichtum und Wohlstand mit geschaffen. Ihnen gebühren unser Dank und unsere Anerkennung, ihnen sollten wir den Lebensabend so angenehm als möglich gestalten. Dafür müssen wir ein entsprechendes Umfeld schaffen und ausreichend passenden Wohnraum und Altenpflegeplätze vorhalten. Im Verbund mit Krankenhäusern, den Kirchen und weiteren caritativen Einrichtungen sollte es uns gelingen, die Altersarmut so niedrig als irgend möglich zu halten, gänzlich vermeidbar wird sie wohl nirgendwo sein. Wir begrüßen und unterstützen alle Projekte und Veranstaltungen, mit denen wir dieser Generation ein wenig zurückgeben und das Alt werden etwas leichter und angenehmer machen können.
Ehrenamt Ehrenamt wird auch als bürgerschaftliches Engagement bezeichnet. Eine gesetzliche Definition von Ehrenamt gibt es nicht. Was ist ein Ehrenamt? Grob kann man sagen, dass es eine Tätigkeit ist, die freiwillig, gemeinwohlorientiert und unentgeltlich erfolgt. Warum braucht die Gesellschaft Ehrenamtliche. ... Sie füllen damit eine wichtige Lücke in der Versorgung der Gesellschaft durch professionell ausgeführte Erwerbsarbeit. Es gibt ganze gesellschaftliche Bereiche, die ohne ehrenamtliches Engagement nicht funktionieren würden. Für Bürger - Was bringt Ehrenamt? ... Die ehrenamtliche Tätigkeit verhilft zu neuen Erfahrungen, verhilft dazu, eigene Grenzen zu verschieben und vermittelt im besten Falle neue Kompetenzen und Kenntnisse. Neben dem Nutzen für andere oder das Gemeinwesen macht sie auch immer das eigene Leben reicher. Auch wenn wir als Ratsmitglieder und Sachkundige Bürger selbst eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben, es ist uns ein besonderes Anliegen, den Personen, Vereinen und Organisationen den Dank der Verwaltung und des Rates zukommen zu lassen. Sie sind eine große Stütze in der Gesellschaft und in vielen Bereichen ganz besonders in Kalkar.
Sport Kalkar hat in seinen 13 Stadtteilen ein breit gefächertes Sportangebot. Von Judo und Kraftsport, über Reit- und Voltigiersport, Schieß- und Bogensport, Leichtathletik, Turnen, Tanzen, Badminton, Basketball, Lauftreff, Rudern und Segeln bis hin zum Fußball (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) bieten alle 13 Stadtteile eine Vielfalt an körperlichen Ertüchtigungsmöglichkeiten. Allerdings darf man nicht verhehlen, dass es auch in den Sportvereinen an Nachwuchs fehlt. Scheinbar ist den Kindern und Jugendliche eine andere Art von Freizeitgestaltung wichtiger, hier gilt es Überzeugungsarbeit für die Angebote zu leisten. Man muss versuchen, die Vorteile des Teamgeistes, des gemeinsamen Erfolges bei Wettkämpfen oder durch Einzelleistungen zu vermitteln. Hier sind aber in erster Linie die Eltern gefragt, man kann das nicht auf die Vorstände oder Trainer abschieben. Nur wenn neben dem Vorstand auch seine Mitglieder und deren Angehörige hinter den Vereinen stehen, dann kann auch die Stadt ruhigen Gewissens in die Sportanlage investieren. Sicherlich muss man kurz- bis mittelfristig über die Struktur der Kalkarer Vereine nachdenken, erste Gespräche wurden dazu auch bereits geführt. Wenn niemand bereit ist, verantwortliche Vorstandstätigkeiten zu übernehmen und der Verein dadurch im Fortbestand gefährdet ist, stellt sich automatisch die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Fortführung.
Freizeit & Tourismus Als wirtschaftliche Grundlage des Tourismus gelten im Wesentlichen die Kulturgüter und die Natur des Reiseortes. FReizeit & Wir wollen also erreichen, dass Menschen ihren Wohn- und Lebensbereich für eine bestimmte Zeit verlassen und nach Kalkar kommen. Dafür müssen wir unsere Stadtteile so vernetzen, dass sie mit allen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen sind. Dazu zählen Wander- und Radwege genauso dazu wie die Landstraße wo am Ziel ein entsprechender Parkplatz zur Verfügung steht. Der muss nicht immer im Zentrum sein, die Sehenswürdigkeiten, das Freizeitangebot oder die Gastronomie sollten aber fußläufig und möglichst barrierefrei erreichbar sein. An einem solchen Konzept wollen wir in den kommenden Jahren arbeiten und z.B. den neuen Marktplatz Grieth (St. Peter und Paul, Hanselädchen, Schlosshotel u.v.m.) oder Hanselaer (St. Antonius) oder Wissel (Stiftsmuseum, Wisseler Dünen u.v.m.) oder Kalkar (Museum, Mühle, St. Nicolai u.v.m.) oder Altkalkar (St. Pankratius, Haus Horst u.v.m.) oder Neulouisendorf (durch die Stauchmoränen der Saaleeiszeit entstandene, sehenswerte Auf und Ab der Landschaft) und alle anderen Stadtteile miteinander vernetzen. Dazu gehört mittel- bis langfristig auch eine entsprechende Ausschilderung.
Generation der Zukunft Die Hektik des Alltags, der tägliche Druck der auf den Familien liegt, die räumliche Enge und viele weitere Faktoren beeinflussen die Entwicklung unserer Nachkommen. Die Generation der Eltern, Großeltern und in vielen Fällen auch der Urgroßeltern hat noch eine ganz andere Freizeitgestaltung erleben und erfahren dürfen. Man konnte noch in Bäumen herumklettern, man hat im Herbst Drachen steigen lassen und im Winter ging man auf Bächen und Teichen Schlittschuh laufen oder es wurde Schlitten gefahren. Bei Schlechtwetter wurde gebastelt oder die Spielesammlung herausgeholt. Heute ist das alles nicht mehr möglich die Ernte findet vor den Herbststürmen statt, also Drachenfliegen passé Kletterbäume findet man nicht mehr Bäche und Teiche frieren nicht mehr zu (Klimawandel) Spielesammlungen sind uncool Der Bedarf an Freizeitangeboten für Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene muss erfüllt werden, durch Digitalisierung in der Schule, im Studium, in der Berufsausbildung und dann noch zu Hause müssen Alternativen zum „auspowern“ geschaffen werden. Wir setzen uns für die Bedürfnisse unserer Nachfolgegenerationen ein und versuchen ein adäquates Angebot zu schaffen. Bolz- / Streetball- und Kinderspielplätze gibt es schon zum Teil, eine Skaterbahn wäre ein weiteres, vorstellbares Projekt.
· · · ·
Natur & Klima Der Klimawandel rückt uns, im wahrsten Sinne des Wortes, unaufhaltsam auf die „Pelle“. Die Sonnenscheindauer und die Intensität der Sonne wird immer belastender für uns Mitteleuropäer. Sonnenallergien, Hauterkrankungen bis hin zu Hautkrebs sind den immer höheren UV-Strahlen zu verdanken. Die trockene Hitze oder das andere Extrem der Schwüle setzen den Herz- und Kreislauferkrankten Menschen erheblich zu. Kurzfristig werden wir gegen steigende Erderwärmung und Wassermangel nichts unternehmen können, langfristig muss aber jeder Einzelne und ganz besonders die Politik handeln. Auf kommunaler Ebene gibt es sicher „kleinteilige“ Möglichkeiten sich hierbei mit einzubringen, Blühwiesen und erneuerbare Energie durch Windkraftanlagen oder Photovoltaik sind ein Anfang. Es muss unser Bestreben sein, bei allen zukünftigen Entscheidungen die Klimabeeinflussung mit zu betrachten und bei Beschlüssen einfließen zu lassen. Auch wenn es originär ein Thema der Bündnis90/Die Grünen ist, wir fühlen uns ebenfalls uneingeschränkt in der Verantwortung und werden unser Handeln darauf ausrichten. Alle in Verbindung mit dem Wegenetzkonzept wegfallenden Wegeflächen sollen als Blühwiesen oder als Wohnbau-Ausgleichsflächen genutzt werden. Die FBK favorisiert die Einführung von Baumpatenschaften, die Gründung privater Natur- und Klimaschutzinitiativen und unterstützt uneingeschränkt die Initiativgemeinschaft „Naturnahes Kalkar“
Start ins Leben Unsere Kinder und ihre Bildung sind unser höchstes Gut. An einem optimalen Start ins Leben, über Kindergarten, Schule, Ausbildung oder Studium sollten wir nicht sparen. Das bedeutet, es müssen ausreichend KiTa-Plätze mit qualifiziertem Personal zur Verfügung stehen, die Grund- und weiterführenden Schulen müssen den bestmöglichen baulichen und technischen Zustand aufweisen. Nach dem sogenannten Ringtausch und dem Umzug der Josef-Lörks-Grundschule sollten wir am Schulzentrum Kalkar diesbezüglich für die kommenden Jahre sehr gut aufgestellt und im Wettbewerb mit den Schulen der Nachbarkommunen konkurrenzfähig sein. Jetzt gilt es die Grundschulen Heinrich-Eger- und St. Luthard zu sanieren und ebenfalls technisch aufzurüsten. Unabhängig davon müssen wir die Veränderungen im pädagogischen, technischen und sozialen Bereich stets im Auge behalten und notwendige Anpassungen jeweils zeitnah vornehmen. Der FBK sind unsere Kinder und Jugendlichen sehr wichtig, daher binden wir sie, da wo es zum Tragen kommt, in unsere Entscheidungen mit ein.
Steuern & Abgaben Jede Stadt und jede Gemeinde ist auf die Einnahmen aus Steuern und Abgaben angewiesen. Durch die stetig steigen Ausgaben in Form von Kreisumlagen, Instandhaltungen und Instandsetzung der Infrastruktur (Gebäude, Straßen-/Wegenetz, Pflege der öffentlichen Plätze und Friedhöfe u.v.m.) und fast gleichbleibenden bzw. leicht sinkenden Einnahmen tut sich allerdings ein unaufhaltsames Ungleichgewicht auf. Dieser Prozess, wird er dann auch noch durch unvorhersehbare Ereignisse wie z.B. Gewerbesteuerrückzahlungen oder gar eine Pandemie negativ beeinflusst, kann dann zu einem riesigen Spagat werden. Die FBK wird ein besonderes Augenmerk auf die nächsten Haushaltsentwürfe lege n und ausschließlich den Ausgaben zustimmen, die notwendig und sinnvoll erscheinen. Alle anderen Positionen werden konsequent hinterfragt und unter Umständen abgelehnt. Durch Generierung von Fördermitteln und einer strikten Sparstrategie müssen finanzielle Belastungen der Bürgerinnen und Bürger soweit als möglich verhindert werden.
Straßen & Verkehr Straßen, hier besonders auch Wirtschaftswege sowie Wander- und Radwege sind ein immens wichtiger Bestandteil der kommunalen Infrastruktur und stellen mit ihrem begleitenden Baumbestand einen großen Teil des städtischen Eigentums dar. Für die Freizeitgestaltung der Bürger und für die Attraktivität im Tourismusbereich muss es immer unser Bestreben sein, diese Verkehrswege in einem bestmöglichen Zustand zu erhalten. Leider haben sich die Fahrzeuge in der Landwirtschaft derart vergrößert, dass die Lasten von den „alten“ Straßen nicht mehr getragen werden können. Ebenso sind bestimmte Bäume seinerzeit falsch ausgewählt worden, ihr Wurzelwerk sorgt zunehmend für Fahrbahnbeschädigung, besonders bei den Radwegen. Wir wollen alles daran setzen, mit Fördermitteln und neuen technischen Möglichkeiten, diese Verkehrswege zu sanieren und für den „Schwerlastverkehr“ tragbar zu machen. Entsprechende Vorschläge haben wir der Verwaltung schon zugeleitet. Ein weiteres Problem ergibt sich aus den immer wieder notwendigen Tiefbauarbeiten bei denen der Asphalt oder die Pflasterung geöffnet werden muss. Um Spätschäden wegen oberflächlicher Schließung der Baustellen zu vermeiden, haben wir das Aufbruchmanagement gefordert. Seit der Einführung werden die Baustellen vor und nach Beendigung der Arbeiten kontrolliert. Das wird in den kommenden Jahren viel Geld für nicht mehr notwendige Instandsetzungen einsparen.
Migration & Integration Durch Glaubens- und Bürgerkriege, durch Armut und Hunger sind viele Menschen anderen Nationen, anderer Glaubensrichtungen und anderer Hautfarbe zu uns nach Deutschland und damit auch nach Kalkar gekommen. Sie haben in den meisten Fällen eine lange und perspektivlose Odyssee mit Verfolgung, Folterung und vielen Entbehrungen hinter sich. Viele sind für ihr restliches Leben traumatisiert, besonders die Kinder haben es schwer wieder zur Normalität zu gelangen. Wir wollen diesen hilflosen Menschen wieder Zuversicht geben, ihnen einen Platz in unserer Mitte anbieten und ihnen ihre Menschenrechte zurückgeben. Besonders die Jugendlichen und Kinder können auch für uns eine Chance sein, u.a. den kleinen und mittelständischen Handwerksunternehmen den Nachwuchs zu sichern und so die familientradierten Unternehmen vor der Schließung zu schützen. Aber auch die älteren Männer und Frauen können ins Arbeitsleben integriert oder für ehrenamtliches Engagement gewonnen werden. Integration fängt mit WOLLEN und HERZLICH WILLKOMMEN an. Wir müssen lernen, Vorurteile über Bord zu werfen und den Kopf frei zu machen. Es gibt so vieles worüber man sich sicher ist – die Welt tickt aber anders – CORONA hat es uns deutlich gezeigt. Keiner kann 100% sicher sein, nicht auch mal auf andere angewiesen zu sein, man sollte oder müsste zwischendurch einfach mal darüber nachdenken. Die FBK regt ein Integrationskonzept an, welches von caritativen Einrichtungen, dem Jugend-/Sozialamt und der Wirtschaft gemeinsam entwickelt werden könnte. Miteinander statt Gegeneinander. Migration und Integration = Menschlichkeit
Wirtschaft Es sollten im näheren Umkreis kleine und mittelständische Betriebe angesiedelt werden, die nach einer handwerklichen Ausbildung auch Aussicht auf Weiterbeschäftigung geben und es muss nach interessanten Gewerbe-/Industriebetrieben gesucht werden, die in der Nähe Anreize für Berufsstarter nach dem Studium bieten. Nur so kann es uns gelingen, der „Landflucht“ unserer Kinder entgegen zu wirken. Im Bereich Einzelhandel und Gastronomie sind wir in Kalkar grundsätzlich gut aufgestellt, wir haben Sparkasse und Volksbank vor Ort Haus- und Fachärzte Apotheken Tankstellen mehrere Autowerkstätten, teilweise mit Autohandel Lebensmitteldiscounter und Getränkemärkte Metzgereien Schäfereien weit über Kalkar hinaus bekannte Gastronomie, einschließlich einem Eiscafe Gaststätten/Restaurants Hotel mit Erlebnisgastronomie, Freizeitpark und Messehallen Bäckereien in Wissel gibt es einen Kiosk und in Grieth am Rhein das Hanselädchen mit Cafébetrieb und einiges mehr. Leider ist es aus den Stadtteilen heraus immer aufwendig, letztendlich ist das ein nicht umkehrbarer Prozess der auch andernorts festzustellen ist. Die FBK wird alles dafür tun, diese doch sehr gute „Ausstattung“ zu erhalten und möglichst noch auszubauen.
· · · · · · · · · · · · ·
Unser Wahlprogramm
Barrierefreiheit Jeder Mensch hat das Recht auf selbstbestimmtes Leben – im Beruf, Zuhause, in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens! Nach Angaben des statistischen Bundesamtes leben in Deutschland rund 7,5 Millionen Menschen mit einer Schwerbehinderung. Bezogen auf die gesamte Bevölkerung in Deutschland entspricht dies einem Anteil von etwa 9,3 %. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird in Zukunft mit einem kontinuierlichen Anstieg von Menschen mit den unterschiedlichsten Einschränkungen gerechnet. Deshalb muss schon heute an eine barrierefreie Umwelt gedacht werden, denn Barrierefreiheit nutzt allen: Menschen mit und ohne Behinderung, Senioren, Eltern mit Kinderwagen und Menschen, die nur vorübergehend in ihrer Mobilität eingeschränkt sind! Vor allem in einer immer älter werdenden Gesellschaft muss schon heute an Barrierefreiheit gedacht werden. Besonders im baulichen Bereich, ist das Thema Barrierefreiheit wichtig. Hier gibt es bereits viele Möglichkeiten, im privaten, beruflichen und öffentlichen Umfeld, Barrierefreiheit zu schaffen. Wir wollen nach wie vor eine öffentliche, behindertengerechte Toilette im Bereich des Parkplatzes „Im Schwanenhorst“. Leider konnten wir mit den anderen Fraktionen bisher keine Mehrheit dafür finden. Außerdem werden wir uns für mehr Behindertenfreundlichkeit im öffentlichen Raum einsetzen, die FBK fühlt sich verpflichtet, Menschen mit Behinderung in die Mitte der Gesellschaft zu holen. Mit einer stärkeren FBK-Fraktion und einem aufgeschlossenem Ratsteam 2020/2025 hoffen wir noch erfolgreicher zu sein.
Bezahlbarer Wohnraum Eine Wohnung, also ein Dach über dem Kopf zu haben ist ein existenzielles Bedürfnis. Gerade auch Personen mit bescheidenem Einkommen haben vermehrt Mühe eine bezahlbare Wohnung zu finden. Besonders in den Städten nimmt der günstige Wohnraum stetig ab. Wir sind für mehr günstigen Wohnraum. Steigende Mieten und Bodenpreise betreffen immer breitere Schichten der Bevölkerung, deshalb brauchen wir dringend Wohnraum der bezahlbar ist und es auch bleibt, um die Verdrängung von Menschen aus ihrem Zuhause zu verhindern und auf die Bedürfnisse aller zu achten. Viele Menschen, insbesondere Familien, haben große Mühe bezahlbare Wohnungen zu finden. Knapp 60% der Menschen in unserem Land leben in Mietverhältnissen und bezahlen systematisch zu viel. Günstiger Wohnraum kann verhindern, dass ältere Menschen durch steigende Mieten in Armut geraten und aus ihrer Umgebung gerissen werden. Die FBK macht sich stark für die Ausweisung von Baugebieten, speziell für den günstigen Wohnungsbau.
Brauchtum & Heimatpflege „Tagtäglich setzen sich in unserem Land ehrenamtliche Frauen und Männer für den Erhalt von Traditionen, für die Pflege des Brauchtums, für die Erhaltung und Stärkung des regionalen Erbes und der Vielfalt ein. Sie stärken mit ihrem Engagement unsere Gesellschaft und die Gemeinschaft in vielfältiger Art und Weise. Sie tragen dazu bei, dass unsere Traditionen und Werte bewahrt und nach vorne entwickelt werden und sie geben diese an die nächste Generation weiter.“ Ministerin Ina Scharrenbach zum Heimat-Förderprogramm Schützenwesen, Kirmesse, Karneval, Bruderschaften, Gilden und Hanse sind feste und wichtige Bestandteile für das soziale Miteinander in Kalkar. Diese Vielfalt gilt es zu erhalten und an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Die FBK wird alle, die sich für diese Traditions-, Heimat- und Brauchtumspflege einsetzen, so weit als möglich unterstützen. Ebenso sehen wir die Benennung einer Verwaltungskraft als Ansprechpartner und Berater*in für die Vereinsvorstände in Sachen Datenschutz, Veranstaltungsorganisation, Sicherheitsauflagen u.ä. als Erleichterung für die Vereine, aber auch für die Stadtverwaltung.
Den Weg bereitet Unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger im Alter 70+ haben einen großen Teil unseres Lebensbereiches vorbereitet. Sie haben viele harte und entbehrungsreiche Jahre gehabt, teilweise noch die letzten Kriegsjahre und den anschließenden Wiederaufbau erlebt und mitgestaltet, sie haben im Nachhinein quasi „die Knochen“ für uns hingehalten und den gesellschaftlichen Reichtum und Wohlstand mit geschaffen. Ihnen gebühren unser Dank und unsere Anerkennung, ihnen sollten wir den Lebensabend so angenehm als möglich gestalten. Dafür müssen wir ein entsprechendes Umfeld schaffen und ausreichend passenden Wohnraum und Altenpflegeplätze vorhalten. Im Verbund mit Krankenhäusern, den Kirchen und weiteren caritativen Einrichtungen sollte es uns gelingen, die Altersarmut so niedrig als irgend möglich zu halten, gänzlich vermeidbar wird sie wohl nirgendwo sein. Wir begrüßen und unterstützen alle Projekte und Veranstaltungen, mit denen wir dieser Generation ein wenig zurückgeben und das Alt werden etwas leichter und angenehmer machen können.
Ehrenamt Ehrenamt wird auch als bürgerschaftliches Engagement bezeichnet. Eine gesetzliche Definition von Ehrenamt gibt es nicht. Was ist ein Ehrenamt? Grob kann man sagen, dass es eine Tätigkeit ist, die freiwillig, gemeinwohlorientiert und unentgeltlich erfolgt. Warum braucht die Gesellschaft Ehrenamtliche. ... Sie füllen damit eine wichtige Lücke in der Versorgung der Gesellschaft durch professionell ausgeführte Erwerbsarbeit. Es gibt ganze gesellschaftliche Bereiche, die ohne ehrenamtliches Engagement nicht funktionieren würden. Für Bürger - Was bringt Ehrenamt? ... Die ehrenamtliche Tätigkeit verhilft zu neuen Erfahrungen, verhilft dazu, eigene Grenzen zu verschieben und vermittelt im besten Falle neue Kompetenzen und Kenntnisse. Neben dem Nutzen für andere oder das Gemeinwesen macht sie auch immer das eigene Leben reicher. Auch wenn wir als Ratsmitglieder und Sachkundige Bürger selbst eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben, es ist uns ein besonderes Anliegen, den Personen, Vereinen und Organisationen den Dank der Verwaltung und des Rates zukommen zu lassen. Sie sind eine große Stütze in der Gesellschaft und in vielen Bereichen ganz besonders in Kalkar.
Sport Kalkar hat in seinen 13 Stadtteilen ein breit gefächertes Sportangebot. Von Judo und Kraftsport, über Reit- und Voltigiersport, Schieß- und Bogensport, Leichtathletik, Turnen, Tanzen, Badminton, Basketball, Lauftreff, Rudern und Segeln bis hin zum Fußball (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) bieten alle 13 Stadtteile eine Vielfalt an körperlichen Ertüchtigungsmöglichkeiten. Allerdings darf man nicht verhehlen, dass es auch in den Sportvereinen an Nachwuchs fehlt. Scheinbar ist den Kindern und Jugendliche eine andere Art von Freizeitgestaltung wichtiger, hier gilt es Überzeugungsarbeit für die Angebote zu leisten. Man muss versuchen, die Vorteile des Teamgeistes, des gemeinsamen Erfolges bei Wettkämpfen oder durch Einzelleistungen zu vermitteln. Hier sind aber in erster Linie die Eltern gefragt, man kann das nicht auf die Vorstände oder Trainer abschieben. Nur wenn neben dem Vorstand auch seine Mitglieder und deren Angehörige hinter den Vereinen stehen, dann kann auch die Stadt ruhigen Gewissens in die Sportanlage investieren. Sicherlich muss man kurz- bis mittelfristig über die Struktur der Kalkarer Vereine nachdenken, erste Gespräche wurden dazu auch bereits geführt. Wenn niemand bereit ist, verantwortliche Vorstandstätigkeiten zu übernehmen und der Verein dadurch im Fortbestand gefährdet ist, stellt sich automatisch die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Fortführung.
Freizeit & Tourismus Als wirtschaftliche Grundlage des Tourismus gelten im Wesentlichen die Kulturgüter und die Natur des Reiseortes. FReizeit & Wir wollen also erreichen, dass Menschen ihren Wohn- und Lebensbereich für eine bestimmte Zeit verlassen und nach Kalkar kommen. Dafür müssen wir unsere Stadtteile so vernetzen, dass sie mit allen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen sind. Dazu zählen Wander- und Radwege genauso dazu wie die Landstraße wo am Ziel ein entsprechender Parkplatz zur Verfügung steht. Der muss nicht immer im Zentrum sein, die Sehenswürdigkeiten, das Freizeitangebot oder die Gastronomie sollten aber fußläufig und möglichst barrierefrei erreichbar sein. An einem solchen Konzept wollen wir in den kommenden Jahren arbeiten und z.B. den neuen Marktplatz Grieth (St. Peter und Paul, Hanselädchen, Schlosshotel u.v.m.) oder Hanselaer (St. Antonius) oder Wissel (Stiftsmuseum, Wisseler Dünen u.v.m.) oder Kalkar (Museum, Mühle, St. Nicolai u.v.m.) oder Altkalkar (St. Pankratius, Haus Horst u.v.m.) oder Neulouisendorf (durch die Stauchmoränen der Saaleeiszeit entstandene, sehenswerte Auf und Ab der Landschaft) und alle anderen Stadtteile miteinander vernetzen. Dazu gehört mittel- bis langfristig auch eine entsprechende Ausschilderung.
Generation der Zukunft Die Hektik des Alltags, der tägliche Druck der auf den Familien liegt, die räumliche Enge und viele weitere Faktoren beeinflussen die Entwicklung unserer Nachkommen. Die Generation der Eltern, Großeltern und in vielen Fällen auch der Urgroßeltern hat noch eine ganz andere Freizeitgestaltung erleben und erfahren dürfen. Man konnte noch in Bäumen herumklettern, man hat im Herbst Drachen steigen lassen und im Winter ging man auf Bächen und Teichen Schlittschuh laufen oder es wurde Schlitten gefahren. Bei Schlechtwetter wurde gebastelt oder die Spielesammlung herausgeholt. Heute ist das alles nicht mehr möglich die Ernte findet vor den Herbststürmen statt, also Drachenfliegen passé Kletterbäume findet man nicht mehr Bäche und Teiche frieren nicht mehr zu (Klimawandel) Spielesammlungen sind uncool Der Bedarf an Freizeitangeboten für Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene muss erfüllt werden, durch Digitalisierung in der Schule, im Studium, in der Berufsausbildung und dann noch zu Hause müssen Alternativen zum „auspowern“ geschaffen werden. Wir setzen uns für die Bedürfnisse unserer Nachfolgegenerationen ein und versuchen ein adäquates Angebot zu schaffen. Bolz- / Streetball- und Kinderspielplätze gibt es schon zum Teil, eine Skaterbahn wäre ein weiteres, vorstellbares Projekt.
· · · ·
Natur & Klima Der Klimawandel rückt uns, im wahrsten Sinne des Wortes, unaufhaltsam auf die „Pelle“. Die Sonnenscheindauer und die Intensität der Sonne wird immer belastender für uns Mitteleuropäer. Sonnenallergien, Hauterkrankungen bis hin zu Hautkrebs sind den immer höheren UV- Strahlen zu verdanken. Die trockene Hitze oder das andere Extrem der Schwüle setzen den Herz- und Kreislauferkrankten Menschen erheblich zu. Kurzfristig werden wir gegen steigende Erderwärmung und Wassermangel nichts unternehmen können, langfristig muss aber jeder Einzelne und ganz besonders die Politik handeln. Auf kommunaler Ebene gibt es sicher „kleinteilige“ Möglichkeiten sich hierbei mit einzubringen, Blühwiesen und erneuerbare Energie durch Windkraftanlagen oder Photovoltaik sind ein Anfang. Es muss unser Bestreben sein, bei allen zukünftigen Entscheidungen die Klimabeeinflussung mit zu betrachten und bei Beschlüssen einfließen zu lassen. Auch wenn es originär ein Thema der Bündnis90/Die Grünen ist, wir fühlen uns ebenfalls uneingeschränkt in der Verantwortung und werden unser Handeln darauf ausrichten. Alle in Verbindung mit dem Wegenetzkonzept wegfallenden Wegeflächen sollen als Blühwiesen oder als Wohnbau- Ausgleichsflächen genutzt werden. Die FBK favorisiert die Einführung von Baumpatenschaften, die Gründung privater Natur- und Klimaschutzinitiativen und unterstützt uneingeschränkt die Initiativgemeinschaft „Naturnahes Kalkar“
Start ins Leben Unsere Kinder und ihre Bildung sind unser höchstes Gut. An einem optimalen Start ins Leben, über Kindergarten, Schule, Ausbildung oder Studium sollten wir nicht sparen. Das bedeutet, es müssen ausreichend KiTa-Plätze mit qualifiziertem Personal zur Verfügung stehen, die Grund- und weiterführenden Schulen müssen den bestmöglichen baulichen und technischen Zustand aufweisen. Nach dem sogenannten Ringtausch und dem Umzug der Josef-Lörks- Grundschule sollten wir am Schulzentrum Kalkar diesbezüglich für die kommenden Jahre sehr gut aufgestellt und im Wettbewerb mit den Schulen der Nachbarkommunen konkurrenzfähig sein. Jetzt gilt es die Grundschulen Heinrich-Eger- und St. Luthard zu sanieren und ebenfalls technisch aufzurüsten. Unabhängig davon müssen wir die Veränderungen im pädagogischen, technischen und sozialen Bereich stets im Auge behalten und notwendige Anpassungen jeweils zeitnah vornehmen. Der FBK sind unsere Kinder und Jugendlichen sehr wichtig, daher binden wir sie, da wo es zum Tragen kommt, in unsere Entscheidungen mit ein.
Steuern & Abgaben Jede Stadt und jede Gemeinde ist auf die Einnahmen aus Steuern und Abgaben angewiesen. Durch die stetig steigen Ausgaben in Form von Kreisumlagen, Instandhaltungen und Instandsetzung der Infrastruktur (Gebäude, Straßen- /Wegenetz, Pflege der öffentlichen Plätze und Friedhöfe u.v.m.) und fast gleichbleibenden bzw. leicht sinkenden Einnahmen tut sich allerdings ein unaufhaltsames Ungleichgewicht auf. Dieser Prozess, wird er dann auch noch durch unvorhersehbare Ereignisse wie z.B. Gewerbesteuerrückzahlungen oder gar eine Pandemie negativ beeinflusst, kann dann zu einem riesigen Spagat werden. Die FBK wird ein besonderes Augenmerk auf die nächsten Haushaltsentwürfe lege n und ausschließlich den Ausgaben zustimmen, die notwendig und sinnvoll erscheinen. Alle anderen Positionen werden konsequent hinterfragt und unter Umständen abgelehnt. Durch Generierung von Fördermitteln und einer strikten Sparstrategie müssen finanzielle Belastungen der Bürgerinnen und Bürger soweit als möglich verhindert werden.
Straßen & Verkehr Straßen, hier besonders auch Wirtschaftswege sowie Wander- und Radwege sind ein immens wichtiger Bestandteil der kommunalen Infrastruktur und stellen mit ihrem begleitenden Baumbestand einen großen Teil des städtischen Eigentums dar. Für die Freizeitgestaltung der Bürger und für die Attraktivität im Tourismusbereich muss es immer unser Bestreben sein, diese Verkehrswege in einem bestmöglichen Zustand zu erhalten. Leider haben sich die Fahrzeuge in der Landwirtschaft derart vergrößert, dass die Lasten von den „alten“ Straßen nicht mehr getragen werden können. Ebenso sind bestimmte Bäume seinerzeit falsch ausgewählt worden, ihr Wurzelwerk sorgt zunehmend für Fahrbahnbeschädigung, besonders bei den Radwegen. Wir wollen alles daran setzen, mit Fördermitteln und neuen technischen Möglichkeiten, diese Verkehrswege zu sanieren und für den „Schwerlastverkehr“ tragbar zu machen. Entsprechende Vorschläge haben wir der Verwaltung schon zugeleitet. Ein weiteres Problem ergibt sich aus den immer wieder notwendigen Tiefbauarbeiten bei denen der Asphalt oder die Pflasterung geöffnet werden muss. Um Spätschäden wegen oberflächlicher Schließung der Baustellen zu vermeiden, haben wir das Aufbruchmanagement gefordert. Seit der Einführung werden die Baustellen vor und nach Beendigung der Arbeiten kontrolliert. Das wird in den kommenden Jahren viel Geld für nicht mehr notwendige Instandsetzungen einsparen.
Migration & Integration Durch Glaubens- und Bürgerkriege, durch Armut und Hunger sind viele Menschen anderen Nationen, anderer Glaubensrichtungen und anderer Hautfarbe zu uns nach Deutschland und damit auch nach Kalkar gekommen. Sie haben in den meisten Fällen eine lange und perspektivlose Odyssee mit Verfolgung, Folterung und vielen Entbehrungen hinter sich. Viele sind für ihr restliches Leben traumatisiert, besonders die Kinder haben es schwer wieder zur Normalität zu gelangen. Wir wollen diesen hilflosen Menschen wieder Zuversicht geben, ihnen einen Platz in unserer Mitte anbieten und ihnen ihre Menschenrechte zurückgeben. Besonders die Jugendlichen und Kinder können auch für uns eine Chance sein, u.a. den kleinen und mittelständischen Handwerksunternehmen den Nachwuchs zu sichern und so die familientradierten Unternehmen vor der Schließung zu schützen. Aber auch die älteren Männer und Frauen können ins Arbeitsleben integriert oder für ehrenamtliches Engagement gewonnen werden. Integration fängt mit WOLLEN und HERZLICH WILLKOMMEN an. Wir müssen lernen, Vorurteile über Bord zu werfen und den Kopf frei zu machen. Es gibt so vieles worüber man sich sicher ist – die Welt tickt aber anders – CORONA hat es uns deutlich gezeigt. Keiner kann 100% sicher sein, nicht auch mal auf andere angewiesen zu sein, man sollte oder müsste zwischendurch einfach mal darüber nachdenken. Die FBK regt ein Integrationskonzept an, welches von caritativen Einrichtungen, dem Jugend-/Sozialamt und der Wirtschaft gemeinsam entwickelt werden könnte. Miteinander statt Gegeneinander. Migration und Integration = Menschlichkeit
Wirtschaft Es sollten im näheren Umkreis kleine und mittelständische Betriebe angesiedelt werden, die nach einer handwerklichen Ausbildung auch Aussicht auf Weiterbeschäftigung geben und es muss nach interessanten Gewerbe- /Industriebetrieben gesucht werden, die in der Nähe Anreize für Berufsstarter nach dem Studium bieten. Nur so kann es uns gelingen, der „Landflucht“ unserer Kinder entgegen zu wirken. Im Bereich Einzelhandel und Gastronomie sind wir in Kalkar grundsätzlich gut aufgestellt, wir haben Sparkasse und Volksbank vor Ort Haus- und Fachärzte Apotheken Tankstellen mehrere Autowerkstätten, teilweise mit Autohandel Lebensmitteldiscounter und Getränkemärkte Metzgereien Schäfereien weit über Kalkar hinaus bekannte Gastronomie, einschließlich einem Eiscafe Gaststätten/Restaurants Hotel mit Erlebnisgastronomie, Freizeitpark und Messehallen Bäckereien in Wissel gibt es einen Kiosk und in Grieth am Rhein das Hanselädchen mit Cafébetrieb und einiges mehr. Leider ist es aus den Stadtteilen heraus immer aufwendig, letztendlich ist das ein nicht umkehrbarer Prozess der auch andernorts festzustellen ist. Die FBK wird alles dafür tun, diese doch sehr gute „Ausstattung“ zu erhalten und möglichst noch auszubauen.
· · · · · · · · · · · · · · ·